Panama 2015 – Oh, wie schön ist Panama

Isla Bastimentos

Boquete nach oben ↑

Mit dem Bus verließ ich die Pazifikküste gen Westen, von David hoch nach Boquete (Kosten: ~25€). Die Region ist bekannt für ihren Kaffee. Boquete ist eine für Panama Verhältnisse mittelgroße Stadt mit vielen Ho(s)tels, Restaurants, Mercados und Möglichkeiten der Freizeitgestaltung, z.B. Water Rafting, Scooter, Quad, Wasserfälle, Hiking, … . Das und das wirklich super tolle Hotel am Stadtrand, waren dann auch der Grund vier Tage in Boquete zu bleiben. Nicht unerwähnt lassen möchte ich das erholsame Klima. Vorbei sind die Zeiten in denen „nixtun“ zu Schweißausbrüchen führte. Hier oben herrscht ein mehr als angenehmes Klima. Sehr erholsam.

Was habe ich hier gemacht:

  • Hiking Trip zu den Kaffeeplantagen
  • Scouter Tour und Hiking Trip zu den Lost Waterfalls
  • Waterrafting an der Grenze zu Costa Rica

Den ersten Tag begann ich mit einem kleinen Hiking Trip in Richtung der „Lost Waterfalls“ über die Av. Central. Station eins war das Café Ruiz. Hier gibts eine Auswahl von sehr leckerem Boquete Kaffee.

Café Ruiz in Boquete

Café Ruiz in Boquete

Vorbei an wunderschöner Natur mit Kaffeeplantagen, einem Wasserfall (Cascada San Ramón) und Einheimischen die in wirklich sehr einfachen Behausungen leben. Der Kontrast könnte nicht größer sein. Die Einheimisch waren stets sehr freundlich.

Cascada San Ramón

Cascada San Ramón

Insgesamt legte ich 7km zurück. Die Wasserfälle erreichte ich leider nicht. Kurz vor der Überquerung des Caldera Rivers musste ich umkehren, da die Dämmerung einbrach. Zum Glück las mich Wendy mit dem Jeep auf. Ihr gehört das Gebiet mit den Lost Waterfalls. Sie brachte mich zu meinem Hotel zurück. Eine wirklich sehr nette und sympathische Frau!

Brücke zu einer Kaffeeplantage in Boquete

Brücke zu einer Kaffeeplantage in Boquete

Am nächsten Tag nahm ich mir vor zu beenden was ich gestern anfing: The Lost Waterfalls. Dafür buchte ich mir einen kleinen Scooter in der Stadt (es gibt zahlreiche Möglichkeit dies dort zu tun) und fuhr über die Serpentinenstraßen bequem hoch bis zum Eingang der Lost Waterfalls. Auf dem Weg dahin begleitete mich ein wunderschönes Panorama der Landschaft und motivierte mich immer wieder anzuhalten, um die Eindrücke digital festzuhalten.

Lost Waterfalls in Boquete

Three Waterfalls in Boquete

Angekommen beim Eingang musste auch hier ein geringes Entgelt entrichtet werden. Über einen gut ausgeschilderten Pfad (siehe Galerie) gings dann hoch zu drei Wasserfällen. Jeder Wasserfall findet sich woanders wieder und der Hiking Trip inmitten des Dschungels hat wirklich Laune gemacht. Festes Schuhwerk ist allerdings Voraussetzung, da es doch recht rutschig werden kann.

Fluss in Boquete

Fluss in Boquete

Der Trip war nicht nur wegen den Lost Waterfalls toll, sondern auch wegen der wirklich wunderschönen Landschaft und dem kleinen Speedtrip mit dem Scooter. Herrlich!

Waterrafting an der Grenze zu Costa Rica

Waterrafting an der Grenze zu Costa Rica

Für den letzten Tag wollte ich mal was ganz Neues erleben. Ich buchte eine Water Rafting Tour an der Grenze zu Costa Rica. Gekostet hats damals um die 50 Flöckchen. Dafür waren der Transfer (~2h) und das eigentliche Water Rafting (~3h) drin plus Getränke. Die Guides waren professionell. Selbst als wir alle bei der ersten Stromschnelle aus dem Boot „flogen“ sammelten sie uns ein und weiter gings. Ich saß direkt vorne und irgendwann hatten wir alle es raus. Ab da machte es einen riesen Spaß die Stromschnellen zu nehmen. Das Niveau war dabei zwischen 2 und 3 würde ich sagen. Zwischendurch gab es auch immer mal wieder sehr ruhige Bereiche die wir nutzten, um uns abzukühlen und zu schwimmen. Super organisiert und fun pur! Gerne wieder 🙂

Waterrafting an der Grenze zu Costa Rica

Waterrafting an der Grenze zu Costa Rica

Bocas del Toro nach oben ↑

Von Boquete gings weiter Richtung Karibik. Ein Bus fuhr mich über Gualaca hoch bis nach Bocas Del Toro (~4h mit Pausen). Wieder zurück an der Karibik. Endlich 🙂 Die Meerluft und auch die Menschen ticken hier etwas anders, viel lockerer 🙂 Bei der Ankunft standen schon eine ganze Reihe Einheimischer bereit das Gepäck in die Boote zu tragen (~1€ + ~10€ Überfahrt). Bocas del Toro ist eine Insel mit einer Halbinsel. Auf eben dieser tummelt sich das Leben und auch die Hostels. Ich buchte über Booking.com das Hostel Alsibiades Apartment. Es liegt etwas ab vom Schuss, ist dafür ruhig und mit dem Fahrrad kommt man schnell in die Stadt oder wohin auch immer 😉

Surfer beim Paki Point Restaurant

Surfer beim Paki Point Restaurant

Bocas del Toro ist eigentlich für ausgelassene Partynächte bekannt. Leider habe ich davon nicht allzu viel erlebt. Vielleicht war ich zu einer ungünstigen Zeit da. Eine Freundin die ein paar Tage später ankam hatte da mehr Glück 😉 Ansonsten gibt es hier allerlei Restaurants / Bars, Supermärkte, Souvenirläden, Tourismusagenturen für Trips (tauchen, schnorcheln, …) und viele Touristen. Die Stadt selbst empfand ich als nicht soooo einladend.

Ganz in der Nähe von meinem Hostel gings zur Hauptinsel. Weniger Touris, dafür mehr Natur, Strände und Surfer. Mit dem Fahrrad erkundete ich die Gegend bis zum Paki Point Restaurant. Eine Bar / Restaurant und Surferstrand. Auf der Hauptinsel war scheinbar gerade keine Session. Die meisten Restaurants waren geschlossen und der Strand nahezu leer.

Auf der Straße gibt es immer wieder Grillstände mit Hühnchen, Schwein sowie Yuca für wenig Geld. Zusammen mit den Einheimischen war ich der einzige Touri der was kaufte. Also: Es ist super lecker und günstig. Also zugreifen 🙂

Isla Bastimento nach oben ↑

Mein letztes aber spannendstes Ziel war Isla Bastimento. Eine Insel direkt neben Bocas del Toro. Für die Überfahrt habe ich ~5-10€ bezahlt. Dauer 10 Minuten. Die Insel bietet auf der zugewandten Seite eine Reihe von Hostels mit einen Mini-Stadtkern, viel Natur in Form von Dschungel und den zwei riesigen Stränden Red Frog Beach und Wizard Beach. Warum der zweite nun ausgerechnet Wizard Beach heißt erschloss sich mir nicht.

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Panamá 2015 - Isla Bastimentos

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Tío Tom Hostel: 9.347823, -82.211509
Wizard Beach: 9.352164, -82.198562
Red Frog Beach: 9.344547, -82.175803
Dschungel: 9.346516, -82.192669
Kleiner Hafen: 9.347956, -82.211337

 

Der Wizard Beach ist wirklich sehr lang, wenig bevölkert und perfekt geeignet zum relaxen. Der Weg führt durch den Dschungel. Teilweise mit Brettern ausgelegt gehts auch einen Hügel hinab der aufgrund des Matsches zu einer rutschigen Angelegenheit werden kann. Aufpassen!

Isla Bastimento

Isla Bastimento

Der Strand hat keine Rettungsschwimmer und die Wellen sollten nicht unterschätzt werden. Außerdem wurde mir von meinem Hostel geraten auf meine Wertsachen zu achten. Es kann vorkommen, dass die Indios aus dem Dschungel kommen und sich Deines Hab und Guts bemächtigen 😉 Da ich die ersten Tage dort alleine unterwegs war, hab‘ ich mich einfach mit anderen Backpackern am Strand angefreundet, so dass jeder in Ruhe ins Wasser konnte.

Isla Bastimento

Isla Bastimento

Tja, am zweiten Tag hatte ich dann die glorreiche Idee vom Wizard zum Red Frog Beach zu laufen. Durch den Dschungel und allein. Kein Ding dachte ich mir: Icke, groß, stark. Klappt schon. Mein Hostel Host sagte mir, es wäre nicht weit, 10 Minuten Fußmarsch und dann drückte er mir eine 1,20 m lange Machete in die Hand. Für den Fall, dass ich auf Indios treffe die mich ausrauben wollen. Nun gut, meine Motivation war noch immer ungebrochen. Den ersten Schritt ging ich problemlos bis zum Wizard Beach. Ein eindeutiger Weg durch den Dschungel gibt die Richtung vor. Kein Problem. Dann den Wizard Beach rechts bis ans Ende zu den Felsen laufen. Dort gibt es einen wunderschönen Steg in den Dschungel hinein. Ich freute mich schon auf den kurzen Fußmarsch und den Red Frog Beach. Zum greifen nah quasi.

Red Frog auf Isla Bastimento

Red Frog auf Isla Bastimento

Leider endete der Steg nach etwa 100m abrupt.  Aus dem schönen Steg wurde ein Dschungelpfad. Umso tiefer ich ins Dickicht vorstieß, umso weniger Pfad sah ich. Am Ende verschwand sogar der aus einen Meter hohem Gras niedergedrückte „Pfad“ vollständig. Und so stand ich mitten im Dschungel. Kein sichtbarer Weg vor mir. Umdrehen oder weiter? Ich: Mann = Jäger und Sammler. Kein Weichei. Also weiter! Umso tiefer ich in den Dschungel eintauchte, umso mehr entfernte ich mich vom Eingang. Vorbei an Red Frogs, Kühe und Gruppen von Kapuzineraffen, die wohl ebenso überrascht waren einen Deutschen mitten im Dschungel zu sehen, wie ich überrascht war sie zu sehen. Aussage vom Hostel: „Hier gibts keine Affen“.

Isla Bastimento

Isla Bastimento

Nach drei Stunden wandern realisierte ich zweierlei: 1. Ich werde den Red Frog Beach niiiiemals erreichen und 2. Wie zum Teufel komme ich vor Einbruch der Dunkelheit wieder zurück zum Anfang?? Ab da bestand die Challenge nicht mehr im Finden des Red Frog Beaches, sondern wieder zurück zu kommen. Mittlerweile lief ich dank diverser Moore und dichtem Dschungel Dickicht Barfuß durch die Botanik. Mein weißes T-Shirt nahm Farbe und Gestalt der Umgebung an und meine 0.5 Liter Wasserflasche war staubtrocken. Mein GPS versagte ebenfalls – danke Google! Back to the roots: Wasser vom Bach getrunken und nachgedacht wo ich jetzt bin. Orientierung ist doch was Feines. Ein Berg hier, das Rauschen des Meeres dort. Schon wusste ich wo es lang ging. Leider ist das Gebiet nicht immer ohne Hindernisse. Diverse Absperrungen mit Draht und Moore zwangen mich immer wieder Umwege in Kauf nehmen. Nach weiteren 2-3 Stunden stand ich dann wieder da, wo alles begann.

Aussicht vom Wizard Beach auf Isla Bastimento

Aussicht vom Wizard Beach auf Isla Bastimento

Überglücklich kam ich zum Wizard Beach und fiel leicht theatralisch um. Eine Kolumbianerin die gerade am baden war wunderte sich wahrscheinlich, was dieser Vogel im Dschungel getrieben hat. Zum Glück waren meine Spanischkenntnisse ebenso groß wie ihre Deutschkenntnisse, so dass eine sinnvolle Unterhaltung ausblieb 😉

Isla Bastimento

Isla Bastimento

Beim letzten Marsch zurück ins Hostel begleiteten mich zahlreiche unschöne Krämpfe in den Beinen. Den Abend verbrachte ich dann nur noch mit meinem Bier, dem Dinner und den amüsierten Blicken der anderen Backpacker. Mir wars egal, ein Abenteuer ist ein Abenteuer, auch wenn der Beach unerreichbar blieb.

Nehmt ein Boot (ab zwei Personen), um zum Red Frog Beach zu gelangen! Außer Ihr wollt wie ich stundenlang durch den Dschungel laufen 🙂

Zurück nach Panama City gings mit dem Flieger. Bocas del Toro hat einen eigenen kleinen Flughafen. Damit endete auch mein paradiesisches Abenteuer in Panama. Wer Natur und Paradies sucht wird hier garantiert fündig, ich jedenfalls fand was ich suchte 🙂

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