Kolumbien 2016 – Mehr als Pablo Escobar

Ausblick vom La Piedra Del Peñol auf Guatapé

Guatapé

Mit dem Reisebus gings weiter nach Guatapé. Vielen ist dieser Ort kein Begriff, wenngleich er doch zu den Schönsten gehört die ich in Kolumbien gesehen habe. Umringt von Seen, einer traumhaften Landschaft, dem riesigen massiven Monolithen erwächst die kleine sympathische Stadt Guatapé. Unser Hostel war das Lake View Hostel. Es war wirklich großartig: Blick auf einen See und eine Weide mit Pferden, ruhig, leckeres Essen / Frühstück und die Besitzer sind unglaublich freundlich. Tipp: Nehmt eines der Zimmer in der ersten Etage mit Balkon 😉

In Guatapé haben wir folgendes gemacht:

  • El Peñón de Guatapé Monolith erklummen (von Guatapé aus fussläufig erreichbar)
  • Hiking trip zu zwei Wasserfällen. Sehr spannend. Festes Schuhwerk vorausgesetzt. Steine hoping über einen Fluss inklusive und am Ende konnten wir noch einen nicht zu hohen Hang an einem Seil hinaufklettern. Zur Belohnung erwartete uns eisgekühltes Gebirgswasser 😉 Sehr geil!
  • Stadtbummel in Guatapé
Guatapé

Guatapé – Portal de Luz

El Peñón de Guatapé Monolith nach oben ↑

Am frühen Morgen machten wir uns auf zum La Piedra Del Peñol, übersetzt, der Stein von Peñol. 70 Mio Jahre alt, 665 Stufen und 220 Meter Höhe sind die Eckdaten des beeindruckenden Monolithen. Den Weg dorthin sind wir bequem zu Fuß gelaufen. Dauer: knapp eine Stunde würde ich sagen. Für mich war allein der Weg sehr beeindruckend. Ein Wahnsinnspanorama auf den Monolithen gab uns einen Vorgeschmack, auf das, was noch kommt.

Guatapé, La Piedra Del Peñol

Guatapé, La Piedra Del Peñol

Angekommen musste ein geringer Obolus entrichtet werden und dann gings guten Fusses rauf. Aufgrund der höheren Luftfeuchtigkeit, Hitze und Höhe sollte man langsam laufen.

La Piedra Del Peñol, Guatapé

La Piedra Del Peñol, Guatapé

Belohnt wurden wir mit einer wirklich atemberaubenden Aussicht auf die Landschaft rund um Guatapé. Aber was soll ich hier groß schreiben, seht selbst:

Aussicht vom La Piedra Del Peñol in Guatapé

Aussicht vom La Piedra Del Peñol in Guatapé

Insgesamt war es ein wirklich toller Ausflüge für uns. Die Ausicht vom Felsen war einmalig.

Um unterwegs das Handy ohne zu hohe Kosten benutzen zu können (Stichwort: Roaming Gebühren), habe ich mir bereits in Bogotá eine kolumbianische Prepaid Simkarte gekauft. Aufladen kann man in vielen Geschäften.

Hiking Trip zu den Wasserfällen nach oben ↑

Für den nächsten Tag entschieden wir uns für einen Hiking Trip aus dem wunderbar aufbereiteten Katalog der Freizeitaktivitäten unseres Hostels Lake View Hostel. Zwei entspannte Stunden über Stock und Stein, Steinehopping über einen Fluss, ein wenig klettern … schon waren wir am Ziel. Zugegeben, der Weg war alles andere als ausgeschildert, so dass wir das eine oder andere Mal in eine Sackgasse liefen. Am Ende fanden wir dann jedoch die Wasserfälle. Rein ins Gebirgswasser und abkühlen war die verdiente Belohnung 🙂 Falls Ihr vorhabt den Hiking Trip ebenfalls zu machen, dann ein paar Tipps an dieser Stelle: festes Schuhwerk, besser nicht alleine, Badehose und genug Mosikitospray einstecken 😉

Abkühlung nach dem Hiking Trip unter dem Wasserfall

Abkühlung nach dem Hiking Trip unter dem Wasserfall

Stadtbummel in Guatapé nach oben ↑

Nach zwei Tagen Hiking entschlossen wir uns für die restliche Zeit in Guatapé zu relaxen und die Stadt ein wenig näher kennenzulernen. Guatapé selbst ist sehr überschaubar, wenngleich es doch im Zentrum viele Gassen gibt. Tagsüber ist viel los, neben zahlreichen Tourigeschäften, gibt es eine große Auswahl an Restaurants. Den halben Tag verbrachten wir mit der Erkundung der Stadt bevor es am nächsten Tag dann weiter ging nach Doradal.

Gasse in Guatapé

Gasse in Guatapé

Doradal nach oben ↑

Eigentlich war Doradal nicht das Ziel des Abschnitts unserer Reise. Vielmehr wollten wir zunächst zu dem Naturschutzgebiet Río Claro Ecological Park, um im Dschungel in Baumhäusern zu schlafen. Die Reise von Guatapé dauerte jedoch länger als erwartet und so kamen wir nicht mehr rechtzeitig zum Checkin an. Wir entschlossen uns nach Doradal zu fahren und ein Hotel mit einigermaßen Bewertung vor Ort zu nehmen. Über Erfahrungen mit dem oben verlinkten Hotel freue ich mich 🙂

Die Stadt Doradal scheint eine Art Durchgangsstation für Trucker zu sein. Nahezu keine Touris und nix wirklich Sehenswertes, bis auf die Hacienda de Pablo Escobar. Dennoch ließen wir es uns nicht nehmen die Stadt zu erkunden und auch abends in das Partyleben einzutauchen. Vielleicht auch aufgrund der Tatsache, dass wir die einzigen Touris in der Stadt waren, war es ziemlich locker und leicht mit den Einheimischen in den Bars und Diskotheken in Kontakt zu kommen. Mein Eindruck, den ich bereits am ersten Tag der Reise gemacht habe, wiederholte und bestätige sich. Die Leute sind ausgesprochen freundlich, offen und großzügig. Hier ein Bier, etwas tanzen und quatschen.

Eingang zur Hacienda de Pablo Escobar in Doradal

Eingang zur Hacienda de Pablo Escobar in Doradal

Das einzige was man in Doradal machen konnte, und genau deswegen waren wir da, ist die Hacienda de Pablo Escobar zu besuchen. Genau das war der Plan für den nächsten Tag. Rauf aufs Bicycle Taxi und hin zur an der Stadtgrenze beginnenden Hacienda. Das Grundstück ging nach Pablos Tod an den Staat über. Dieser machte daraus einen Freizeitpark, in dem vor allem Kinder ihr Vergnügen haben. Ein Wasserpark, ein Zoo und etwas Geschichte laden auf einen Tagesausflug ein. Wir fandens gut und vor allem erfrischend. Interessanterweise konnte das Klima von Guatapé und Doradal nicht unterschiedlicher sein. Doradal liegt klimatisch in einer feucht warmen Gegend.

Nehmt Euch ein Bicycle Taxi, um die Hacienda bequem zu erkunden. Das Grundstück ist riesig und fußläufig, auch wegen dem unwegsamen Gelände, nur schwerlich zu bewältigen.

Erdhörnchen auf der Hacienda de Pablo Escobar

Erdhörnchen auf der Hacienda de Pablo Escobar

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