Kolumbien 2016 – Mehr als Pablo Escobar

Ausblick vom La Piedra Del Peñol auf Guatapé

Schon seit ich denken kann hat Kolumbien eine magische Wirkung und Sehnsucht in mir ausgelöst. Die ersten Gedanken, wenn ich an Kolumbien denke, sind Latino Rhythmen, atemberaubende Natur und Pablo Emilio Escobar Gaviria. Alles drei gehört unweigerlich zu Kolumbien.

Wissenswertes vor und nach der Reise


KML-LogoFullscreen-LogoQR-code-logoGeoJSON-LogoGeoRSS-Logo
Kolumbien 2016

Karte wird geladen - bitte warten...

Bogota: 4.710989, -74.072092
Medellin: 6.253041, -75.564574
Guatape: 6.233715, -75.160067
Doradal: 5.898397, -74.734580
Cartagena: 10.391922, -75.488777
Santa Marta: 11.240355, -74.211023
Riohacha: 11.538415, -72.916784
Cabo de la Vela: 12.195475, -72.147218
Palomino: 11.245121, -73.559397
Minca: 11.142812, -74.116677

 

Bogotá in 3 Wochen erleben?

Zusammen mit meinen Freunden haben wir versucht den Spagat zwischen „viel sehen“, „viel erleben“ und „relaxen“ zu schaffen. Für drei Wochen ist uns das ganz gut gelungen denke ich. Aaaaber eins vorweg. Die Zeit reicht beileibe nicht aus, um sich einen wirklich umfassenden Eindruck von diesem wunderschönen und vielfältigen Land zu machen. Unsere Reise begann und endete in Bogotá. Wir haben bekannte Städte wie Medellín, Natur pur in Guatapé und die Karibik bis hoch nach Venezuela nach Cabo de la Vela in der Wüste gesehen und erlebt. Tauchen wir also ein 🙂

Anreise in Kolumbien

Die Anreise vom Bogotá Flughafen zum Hotel Ibis Bogota Museo machten wir unkompliziert mit einem offiziellen Taxi am Flughafen. Anderen „private“ Taxen sollte man vermeiden. Die Fahrt dauerte weniger als 30 Minuten bis wir schließlich im Hotel waren.

Bogotá

Angekommen in Bogotá haben wir uns nach dem einchecken im Hotel direkt ins Nachtleben gestürzt. Eine kolumbianische Freundin feierte ihren Geburtstag und wir waren eingeladen. Bei der Gelegenheit trafen wir viele Kolumbianer und machten auch gleich Bekanntschaft mit der kolumbianischen Gastfreundschaft. Ob beim ausgelassenen Tanzen oder dem stetigen Nachschenken an Aquardiente, die Menschen sind ausgesprochen nett und offen. Bei Aquardiente handelt es sich um einen Zuckerrohrschnaps mit Anis. Durchaus lecker und relativ günstig.

Wachsoldat mit Sonnenschirm in Bogotá

Wachsoldat mit Sonnenschirm in Bogotá

Der nächste Tag war recht kurz. Wir besuchten das Stadtzentrum, bevor es Richtung Medellín weiterging. Bogotá ist im Übrigen auch oft der Dreh- und Angelpunkt für weitere Flugreisen im Inland. 

Für die Fortbewegung in größeren Städten empfehle ich Uber. Günstig, einfach zu handhaben und vor allem sicher (empfohlen auch von den Einheimischen)! Die App dazu könnt ihr euch für Android / iPhone herunterladen und ist leicht konfiguriert: Kreditkarte oder PayPal eingegeben und los gehts.

Medellín nach oben ↑

Unser nächster Stopp führte uns nach Medellín. Wir sind direkt mit einem Inlandsflieger von Bogotá nach Medellín gereist. Die Inlandsflieger steuern oft (oder vielleicht nur) den Flughafen José María Córdova an. Dieser liegt 50km vor Medellín. Wir bestellten uns über Uber ein Taxi, um von da nach Medellín zu kommen (20€). Was haben wir in Medellín gemacht?

  • Parque de Las Esculturas Cerro de Nutibara / Pueblito Paisa – wundervoller Ausblick auf Medellín
  • Exotic Fruit Tour – Die Früchte des Landes genießen
  • Pablo Escobar Tour – Einblick in einen Teil der Geschichte des Landes
  • Arví Park – Mit der Seilbahn über die comunas zum Arví Park

Fantastischer Blick auf Medellín vom Cerro de Nutibara nach oben ↑

Den ersten Tag haben wir unter anderem damit verbracht zum nahegelegenden Parque de Las Esculturas Cerro de Nutibara zu laufen. Tatsächlich eine Perle der Stadt mit der Möglichkeit etwas zu wandern und auf dem Hügel einen wundervollen Blick auf Medellín zu bestaunen. Oben fanden wir zudem eine kleine Stadt in der Stadt mit Ständen für Essen und einen Karikaturisten der uns künstlerisch mit den besonderen Facetten unserer körperlichen Merkmale auf Papier festhielt 🙂 Ein kleiner halber Tagesausflug der sehr viel Spaß gemacht hat.

Medellín vom Parque de Las Esculturas

Medellín vom Parque de Las Esculturas

Exotic Fruit Tour – Die Früchte des Landes genießen nach oben ↑

Die „Exotic Fruit Tour“ kann problemlos online hier gebucht werden. Kostenpunkt pro Nase ca. 15€. Die Tour findet auf einem der größten Märkte Medellíns statt. Wir sind querbeet durch die verschiedenen Stände mit unterschiedlichsten Früchten geführt worden. Unser sehr freundlicher Guide erklärte ausführlich in Englisch, um was es sich dabei für eine Frucht handelte und vor allem wie man sie korrekt isst / schält.

Fruit Market in Medellín

Fruit Market in Medellín

Das alleine war schon ein kleines Abenteuer. Auf dem Markt konnten wir darüberhinaus bestaunen, in welch‘ strukturierter Weise Maiskolben bis auf das letzte Mainkornhäutchen (von Hand!) verarbeitet werden. Das nenn‘ ich umweltbewusste und ganzheitliche Verwendung von Nahrungsmitteln!

Unser Guide ließ uns ca. 15 verschiedene landestypische Früchte probieren. Darunter waren bekannte Früchte wie Maracuja oder die Drachenfrucht sowie auch sehr viel Unbekanntere wie Lulo, Tomate de Árbol oder die „Stinkefrucht“ aka Algarroba (West Indian Locust). Letztere ist außen hart wie Stein und stinkt fürchterlich. Innen weich und sehr lecker.

Früchte die wir auf dem Fruit Market in Medellín probiert haben

Früchte die wir auf dem Fruit Market in Medellín probiert haben

Am Ende der Tour gabs noch einen unglaublich leckeren, frisch zubereiteten Arepa. Dieser war für mich tatsächlich der Schmackhafteste den ich in Kolumbien gegessen habe. Insgesamt war die Tour klasse und hat viel Spaß gemacht. Dazu habe ich auch noch einiges gelernt.

Pablo Escobar Tour – Einblick in einen Teil der Geschichte des Landes nach oben ↑

Für den nächsten Tag sind wir in die jüngere Vergangenheit des Landes abgetaucht. Eine Pablo Escobar Tour stand auf dem Plan. Die Tour umfasste neben dem Transfer, Erzählungen aus der Vergangenheit auch der Besuch Pablo Escobars Haus, seiner Grabstätte und die Bekanntschaft einer seiner ehemaligen Bodyguards sowie Pablos Bruder Roberto de Jesús Escobar Gaviria. Ich fand die Tour wahnsinnig interessant. Unser Guide gab uns viele Einblicke in die damalige Zeit, mit spannenden Anekdoten und vielen Infos.

Eingang zu Pablo Escobars Haus in Medellín

Eingang zu Pablo Escobars Haus in Medellín

Für mich war das Highlight die Begehung eine der vielen Villen von Pablo Escobar. Bedingt durch Einschusslöcher im Gebäude, in Autos und Geheimverstecken im Haus (für Drogen und Geld) war es für mich wie eine Reise in die Vergangenheit. Zu bestaunen gab es außerdem noch eine Harley Davidson die Pablo Escobar von niemand geringerem als Frank Sinatra erworb, sowie ein Jetski aus einem Original James Bond Film. Der Abschluss der Tour war die Bekanntschaft mit Roberto de Jesús Escobar Gaviria, dem Bruder Pablo Escobars.

Gekostet hats 50000 COP und wir haben es hier gebucht.

In Gesprächen mit Kolumbianern habe ich festgestellt, dass das Thema Drogen / Pablo Escobar etwas heikel sein kann. Pablo Escobar war verantwortlich für die Ermordung sehr vieler Menschen. Es ist nicht unwahrscheinlich Kolumbianer zu treffen die tatsächlich direkt oder indirekt geliebte Menschen verloren haben. Einfach dran denken. Kolumbien ist mehr als Pablo Escobar und Kokain 😉

Pablo Escobars Jetski vom Original James Bond Film

Pablo Escobars Jetski vom Original James Bond Film

Mit der Seilbahn über die comunas zum Arví Park nach oben ↑

Am letzten Tag haben wir uns aufgemacht, um die sogenannten comunas (Armenviertel) anzuschauen. Eine Seilbahn führt direkt von der Innenstadt hoch in die comunas. Es gibt mehrere Bahnen die uns abschnittsweise über die comunas hoch bis zum Arví Park brachten. Die Fahrt mit der Seilbahn war ziemlich cool. Der Ausblick über die comunas und Medellín ist fantastisch. Für die Fahrt bis zum Arví Park brauchten wir mehr als 30 Minuten (einfache Strecke). Leider war das auch der letzte Tag, so dass wir wenig Zeit hatten, um uns die comunas im Detail anzuschauen. Hinsichtlich der Sicherheit hatte ich zu keiner Zeit ein schlechtes Gefühl. Man sollte allerdings darauf achten nicht zu spät wieder zurück zu fahren, da die Seilbahn um 18 Uhr ihren Betrieb einstellt. Straßen runter nach Medellín sah ich keine 😉

Cumunas in Medellín

Cumunas in Medellín

nach oben ↑

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.